Mein Resultat beim HYROX Frankfurt war kein Rang. Ja, es war eine persönliche Bestzeit, ein müder Körper aber vorallem ein ruhiges und erfülltes Herz, denn ich durfte jemand anderes auf dem Weg zum Ziel begleiten.

Nicht vorauslaufen. Nicht antreiben. Sondern da sein. Mitgehen. Halten, wenn es schwer wurde.Loslassen, wenn es Zeit war, selbst zu gehen.

Ich war 18 Jahre lang Profiathletin. Leaderin, Kämpferin, die die voraus geht. Ich kenne das Rampenlicht, die Anerkennung, die Bewunderung, den Applaus. Ich kenne Podeste und Medallien. Ich kenne die lauten Momente des Erfolgs. Aber ich habe auch gelernt: Führung ist nicht laut und sollte sich nicht sich nicht im Rampenlicht zeigen. Sondern in den stillen Momenten, wenn es anstrengend wird.

Heute bin ich in einer anderen Rolle. Ich bin Coach. Diese Rolle und Leadership bedeuten für mich nicht, vorne zu stehen. Sondern Räume zu schaffen, in denen andere wachsen können. Vertrauen zu geben. Sicherheit zu vermitteln. Und gleichzeitig zu fordern.

Mein grösster Erfolg ist heute nicht mehr meine eigene Leistung. Es ist der Moment, in dem jemand über sich hinauswächst. Wenn aus Zweifel Entschlossenheit wird. Wenn aus Erschöpfung Stolz entsteht. Wenn jemand erkennt: Ich kann mehr, als ich dachte.

Ich lebe meine persönlichen Erfolge nicht mehr auf Podesten. Ich lebe sie in jedem meiner Coachings. In jedem ehrlichen Gespräch. In jedem Prozess, der Zeit braucht. In jeder Entwicklung, die nicht immer sofort sichtbar ist.

Wahre Führung ist leise. Sie drängt sich nicht auf. Sie bleibt, wenn es unbequem wird.

Mein bestes Resultat heute und die Podeste die mir wichtig sind?

Menschen zu begeistern, zu begleiten – zu Bestleistungen, zu Gesundheit, zu Zufriedenheit und auch zu Podesten. Aber immer zu sich selbst.